fernOST - Von Berlin nach Tokio

Fernost von Verlin nach Tokio

Ein Kamerateam, zwei Autos, sechs Reporter, siebeneinhalb Monate Drehzeit, 17 Länder, fast 200 Drehtage, 35.000 gefahrene Kilometer und unzählige Begegnungen und Geschichten am Wegesrand – mit der Ankunft in Tokio ging die abenteuerliche TV-Expedition fernOST – von Berlin nach Tokio zu Ende. Das rbb-Team hat sein Ziel erreicht. Höhe- und Endpunkt der Reise: der Sonnenaufgang am Fudschijama, dem legendären Berg der Japaner.

Am 1. September 2012 war die Crew nach einem Jahr intensiver Vorbereitung von Berlin aus gestartet. Die Strecke verlief zunächst über den Balkan und dann von Istanbul aus über weite Strecken auf dem sogenannten Asian Highway No. 1, einer Straßenverbindung, die den riesigen asiatischen Kontinent durchquert - vom Bosporus bis in die japanische Hauptstadt Tokio. Die Leitfrage auf der knapp achtmonatigen Dreh-Reise: Wie erleben die Menschen die dynamische Entwicklung Asiens zwischen Tradition und Moderne?

fernOST - Von Berlin nach Tokio - BazarUnterwegs kam es zu vielen interessanten, spannenden und auch anrührenden Begegnungen – vom Muezzin im Morgenrot Istanbuls bis zu mutigen Fassaden-Kletterern auf den Hochhäusern Tokios. Das Team musste unterwegs viele knifflige Situationen meistern, ob Geheimdienstüberwachung in Turkmenistan oder drohender Motorschaden im Dschungel von Myanmar. Doch die Unternehmung stand insgesamt unter einem guten Stern: Beispielsweise durfte die rbb-Crew als erstes westliches Team seit Jahren den Iran durchqueren.

Die politischen Rahmenbedingungen waren auf der ganzen Reise stets spürbar: Da die chinesischen Behörden eine Durchquerung Tibets in Richtung Nepal untersagten, musste das Team einen Umweg über mehrere Tausend Kilometer in Kauf nehmen. Über weite Strecken durfte nur das gedreht werden, was den staatlichen Vertretern genehm erschien.

Umso größer die Freude an der nächsten Grenze: Als erstes TV-Team überhaupt durfte die fernOST-Expedition mit eigenen Autos nach Myanmar einreisen und das sich politisch öffnende Land porträtieren.

Unüberbrückbare Hindernisse dann einige Wochen später an der chinesisch-nordkoreanischen Grenze: Obwohl es zunächst positive Signale gegeben hatte, verweigerte die Regierung in Pjöngjang die Einreise. Kurze Zeit später wurde deutlich, warum: Ein neuer Atom-Test Nordkoreas löste eine dramatische politische Eskalation aus.

Am Ende ist für das fernOST-Team alles gut gegangen. Pünktlich hat die Expedition den Endpunkt des Asian Highway erreicht – eine großartige Leistung der Fahrer, Techniker und Kameraleute, die die gesamte Strecke absolviert haben. Ein einziges Malheur hat es wirklich gegeben: Der geliebte Fußball des Teams wurde in Dali, China, gestohlen …

Johannes Unger (Abteilungsleiter Dokumentation und Zeitgeschehen): "Für das Team und die Autoren war es natürlich ein einmaliges Erlebnis, durch Länder zu reisen, in die man sonst nie kommen würde - zum Beispiel den Iran, Turkmenistan oder Myanmar. Fast überall wurden wir offen und freundlich empfangen. Immer wieder zeigte sich aber auch, dass in vielen Staaten der Begriff 'Pressefreiheit' eher eng ausgelegt wird. Trotzdem kommt das Team mit einer Menge interessanter Geschichten zurück, die unsere Zuschauer dann miterleben können. Wenn man so will, ist der Asian Highway No. 1, auf dem wir gereist sind, also ein Weg der Erkenntnis."

Das ehrgeizige Projekt des rbb entstand in Zusammenarbeit mit ARTE, Radio Bremen und der Produktionsfirma BASISberlin. Gefördert wurde das Vorhaben durch das MEDIA-Programm der Europäischen Union und durch die UNESCAP, eine Unterorganisation der Vereinten Nationen.

 
3er DVD-Box zur Reportage mit Reisetagebuch

fernOST - Von Berlin nach Tokio DVDEndlich ist die spannende Reisedokumentation fernOST - Von Berlin nach Tokio als DVD-Box, inklusive 132-seitigem Reisetagebuch, in Ihrem rbb-Shop erhältlich!